In Mölln tut sich dieser Tage viel. In meiner neuen Kolumne möchte ich Sie über die Planungen für unsere Altstadt, den Robert-Koch-Park und ein Stadtmarketing informieren. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Möllner Solidarität mit der Moschee. Unsere Botschaft: In Mölln ist kein Platz für Hass und Gewalt.

ISEK Altstadt

Im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) für die Möllner Altstadt fand am 09.09.2014 im Stadthauptmannshof eine sog. „Bürgerwerkstatt“ statt, an der leider nur ca. 40 Interessierte teilnahmen. Dabei wurden noch einmal folgende Bereiche in der Altstadt als prioritäre Aufgaben identifiziert und erörtert:

  • Neugestaltung der Hauptstraße vom ZOB bis zum „Möllner Grill“ inkl. des Bauhofes und der Kreuzung am Bauhof
  • Neugestaltung des Stadtseeanlegers an der Seestraße (inkl. Entwicklung der Achse Grubenstraße vom Kurpark bis zum Stadtsee)
  • Neugestaltung des Kurpark-Parkplatzes und Umgebung

Weitere Themenbereiche sind u.a. die Neugestaltung des Mühlenplatzes, Entwicklungspotentiale für den Stadthauptmannshof, den nördlichen (schmalen) Teil der Hauptstraße und den sog. Blockinnenbereich Hauptstraße/Mühlenstraße. Die Abschlussveranstaltung des ISEK Altstadt wird am 24.11.2014 stattfinden. Abschließend wird die Stadtvertretung am 18.12.2014 hierüber entscheiden. Ab 2015 erfolgt dann die Umsetzung.

Robert-Koch-Park

Großes Potential für die Stadt birgt die Entwicklung des Robert-Koch-Parks zwischen der Hindenburg-, der Langen und der Robert-Koch-Straße. Im Rahmen der sog. frühzeitigen Bürgerbeteiligung fand hierzu am 18.09.2014 im „Quellenhof“ eine Bürgerversammlung statt, in der über die aktuellen Planungen informiert wurde. Ca. 100 Bürger/innen nahmen hieran teil. Nach den Vorstellungen der Eigentümer, der Lauenburgischen Treuhand (LTG), soll hier ein Stadtteil mit sozialem Modellcharakter entstehen, bei dem auch ökologische Aspekte und Fragen des Denkmalschutzes eine Rolle spielen werden. Vorgesehen ist u.a. die Errichtung von Büroräumen, Wohnungen, einer Tagesklinik, einer Altenpflegeeinrichtung und einer Kindertagesstätte sowie sog. „nicht-störendes Gewerbe“. Ein wichtiger Kooperationspartner wird u.a das Lebenshilfewerk Mölln-Hagenow sein. Kritische Anmerkungen kamen von den Anwohnern der umliegenden Straßen, die zusätzliche Verkehrsbelastungen befürchten. Im Vergleich zu dem jetzigen (Ruhe-)Zustand der ehemaligen Bundeswehrverwaltungsschule sind diese in der Tat unausweichlich. Demgegenüber steht jedoch das vitale Interesse der Stadt an einer sinnvollen Nutzung dieses ca. 4,5 ha großes Areals. Am Ende wird der Bauausschuss bzw. die Stadtvertretung über mögliche Einwendungen gegen den vorliegenden Bebauungsplan entscheiden müssen.

Einführung eines Stadtmarketing

Trotz der langersehnten Eröffnung des Mode-Centers (MC) in der Hauptstraße ist es nach meiner Auffassung unabdingbar, dass ein professionelles City- bzw. Stadtmarketing eingeführt wird, insbesondere um den bestehenden und immer wieder kehrenden Leerständen in der Innenstadt wirkungsvoll begegnen zu können. Dies ist umso notwendiger, als die Zukunft von Mölln Marketing e.V. als Interessengemeinschaft der Einzelhändler und Gewerbetreibenden gegenwärtig ungeklärt ist. .Zur letzten Sitzung der Stadtvertretung am 16.09.2014 hat die Stadtverwaltung ein Konzept eines umfassenden Stadtmarketings vorgelegt, wie es von Teilen der politischen Mandatsträger befürwortet wird. Dies umfasst neben dem Citymarketing (im vorgenannten Sinne) auch ein Standortmarketing, Verwaltungsmarketing usw. Eine solche umfassende Umsetzung eines Stadtmarketings würde jedoch auch entsprechende personelle Ressourcen erfordern, die angesichts der unverändert angespannten Haushaltslage nach meiner Auffassung nicht zu verantworten wären. Insofern werbe ich zunächst für die ggf. auch befristete Einführung einer Stelle für ein Citymarketing. Hierfür sollten auch Mittel der Kaufmannschaft eingeworben werden. Sollte sich das Citymarketing bewähren, käme m.E. eine Entfristung und ggf. zu einem späteren Zeitpunkt auch eine Aufgabenausweitung im Sinne eines umfassenden Stadtmarketing in Betracht.

Solidarität mit Möllner Moschee

Die Möllner Moschee wurde Mitte/Ende August gleich zwei Mal mit ekelerregenden Materialien verunstaltet. Nachdem (nach der ersten Tat) zunächst die Möllner Stadtvertretung am 28.08.2014 einstimmig eine Resolution verabschiedet hatte, in der die Verunstaltung auf das Schärfste verurteilt und die Solidarität mit dem moslemischen Mitbürger/innen erklärt wurde, folgte nach der zweiten Tat am 06.09.2014 eine öffentliche Solidaritätsveranstaltung, an der über 400 Menschen teilnahmen. Redner waren u.a. Landtagspräsident Klaus Schlie, der türkische Generalkonsul in Hamburg, Mehmet Fatih Ak, Pröpstin Petra Kallies und der Vorsitzende der Türkisch-Islamischen Union DITIB Nord, Sedat Simsek. Die Veranstaltung fand auch überregional positive Beachtung. Ferner wurde im Rahmen einer bundesweiten Aktion der muslimischen Gemeinden in Deutschland am 19.09.2014 vor der Möllner Moschee eine Deklaration verlesen, in der sich die muslimischen Verbände ausdrücklich gegen jegliche Form von Hass und Gewalt aussprechen. Zu diesem Anlass war auch der schleswig-holsteinische Innenminister Andreas Breitner nach Mölln gekommen.

Willkommenskultur

Vor dem Hintergrund steigender Zahlen von Flüchtlingen und Asylbewerbern hat sich auch in Mölln ein Runder Tisch „Willkommenskultur“ gegründet, in der sich Vertreter/innen von verschiedenen Vereinen, Organisationen, der Kirchen, Schulen und Parteien sowie engagierte engagierte Bürger/innen zusammengefunden haben, die unter Federführung der Stadt und des Diakonischen Werkes konkrete Unterstützung leisten wollen. Dazu wurden zwischenzeitlich folgende Arbeitsgruppen gebildet:

  • Sprache/Sprachpartnerschaften
  • Alltagshilfen
  • Angebote und Veranstaltungen.

Wer hierbei noch mitwirken möchte, wende sich bitte an folgende Personen:

  • Inga Steinfatt (Migrationsberatung des Diakonischen Werkes): Tel. 04542/908 10 08, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Antje Buchholz (Stadtverwaltung Mölln): Tel. 04542/803-152, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Hintergrund

Als Bürgermeister informiere ich die Möllnerinnen und Möllner jeden Monat persönlich über aktuelle Themen. Meine Kolumne erscheint im Blatt Mölln aktuell, das kostenlos an alle Haushalte verteilt wird.

Mölln – unsere Stadt

Mölln ist geprägt durch die historische Altstadt und die reizvolle Natur innerhalb des Naturparks Lauenburgische Seen, die auch viele Touristen anziehen.

› mehr erfahren

Was macht eigentlich ein Bürgermeister?

Wesentliche Aufgabe eines Bürgermeisters ist die Leitung der Verwaltung. Daneben vertrete ich die Stadt in zahlreichen Gremien und Ausschüssen und repräsentiere die Stadt bei verschiedenen Anlässen. Und natürlich bin ich auch Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt.

› mehr erfahren