Mölln ist erstmals im Jahr 1188 urkundlich erwähnt und damit eine der älteren Städte in Schleswig Holstein. Mehr als 300 Jahre stand Mölln im Mittelalter unter der Herrschaft der Stadt Lübeck, was bis heute sichtbar ist (z.B. Stadthauptmannshof). Wirtschaftlich von Bedeutung war in den vergangenen Jahrhunderten die Lage Möllns an der „Alten Salzstraße“, einem alten Handelsweg zwischen Lüneburg und Lübeck, sowie später der Bau des Stecknitzkanals bzw. Elbe-Lübeck-Kanals.

Entscheidende Veränderungen in der jüngeren Stadtgeschichte erfolgten am Ende des 2. Weltkriegs, als sich die Einwohnerschaft innerhalb weniger Jahre quasi verdoppelte sowie nach der Grenzöffnung im Jahr 1989, als sich der „Eiserne Vorhang“ zur DDR und zum Hinterland Richtung Osten plötzlich öffnete. Überregional geriet Mölln vor allem durch die niederträchtigen Brandanschläge von zwei Neo-Nazis im Jahr 1992 in die Schlagzeilen, als drei türkische Frauen und Mädchen zu Tode kamen.

...in der Möllner Altstadt

Mölln ist geprägt durch die historische Altstadt und die reizvolle Natur innerhalb des Naturparks Lauenburgische Seen, die auch viele Touristen anziehen. Die Symbolfigur der Stadt ist Till Eulenspiegel, der der Legende nach 1350 in Mölln gestorben ist. Das Gedenken an den berühmtesten Bürger der Stadt wird in Mölln in vielfältiger Weise aufrechterhalten, z.B. durch den Till Eulenspiegel-Brunnen auf dem Marktplatz, das Till-Eulenspiegel-Museum, die jährlichen Till-Eulenspiegel-Tage, die alle drei Jahre stattfindenden Till-Eulenspiegel-Festspiele und nicht zuletzt durch den sehr lebendigen Till-Eulenspiegel-Darsteller Mario Schäfer.

Mölln hat heute ca. 18.500 Einwohner/innen und ein Einzugsgebiet von ca. 50.000 Menschen. Die Stadt ist Mittelzentrum und bildet eine Verwaltungsgemeinschaft mit dem Amt Breitenfelde (11 Gemeinden, ca. 2.500 Einwohner/innen). Auch die Schulen der Stadt mit zusammen ca. 7.000 Schüler/innen haben eine zentrale Bedeutung in der Region.

Mölln ist Teil der Metropolregion Hamburg und des Hamburger Verkehrsverbundes. Wichtige Arbeitgeber sind einige größere Betriebe im produzierenden Gewerbe, aber auch im sozialen und Dienstleistungsbereich. Zudem stellen die zahlreichen Handwerksbetriebe, der Handel und der Tourismus bzw. die Gastronomie eine größere Zahl von Arbeitsplätzen zur Verfügung.

Viele Möllner/innen sind traditionsbewusst und lieben ihre Stadt. Ca. 60% der Einwohnerschaft wohnt schon 20 Jahre und länger hier. Viele sind Mitglied in einem Verein oder beteiligen sich auf anderem Wege am Gemeinwesen.

Partnerstädte von Mölln sind Hagenow in Mecklenburg-Vorpommern (seit 1990), Maszewo (vormals Massow) in Polen (seit 1992) und Tillhausen (seit 2007), der alle zwei Jahre stattfindenden Zeltstadt auf dem Gelände des städtischen Luisenbades, die dann von mehr 300 Jugendlichen und Betreuern unter der Regie des Kreisjugendringes gelebt und bevölkert wird. Eine Patenschaft besteht auch zu Goleniow (vormals Gollnow) in Polen.